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Ma Broche
Tipps und Inspiration

Sonnenblume: Bedeutung der Blume, die auf die Sonne wartet

Von Ma-Broche.fr· 10. Oktober 2026
Sonnenblume: Bedeutung der Blume, die auf die Sonne wartet

Sie wartet jeden Morgen auf die Sonne, ihr französischer Name war zuerst blau, und in München hängen Sonnenblumen von van Gogh: die wahre Geschichte der Blume.

In München stehen Sonnenblumen, die nie welken. Sie leuchten gelb und braun in einer Vase, vor einem kühlen Türkis. Vincent van Gogh hat sie im August 1888 in Arles gemalt. „Das eiskalte Türkis des Grundes steigert dabei die Gelb- und Gelbbrauntöne außerordentlich“, schreiben die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen über das Bild.

Was bedeutet die Sonnenblume? Vor allem ist sie die Blume der Sonne: Das verrät schon ihr Name. Seit dem 16. Jahrhundert verknüpft man sie mit Klytia, der Nymphe aus Ovids Dichtung, die der geliebten Sonne nachsah: So wurde sie zum Sinnbild treuer Liebe. Die Blumensprache des 19. Jahrhunderts gibt ihr dagegen eine weit weniger zärtliche Bedeutung: „falscher Reichtum“. Und die Wissenschaft räumt mit einem Irrtum auf: Nur die junge Sonnenblume folgt der Sonne. Die blühende Blume wartet jeden Morgen auf sie.

Zwei Fäden laufen durch diese Geschichte: das Belegte (Botanik, Wortgeschichte) und das Erzählte (Mythos, Blumensprache). Wir halten sie sauber auseinander.

Folgt die Sonnenblume wirklich der Sonne?

Blühendes Sonnenblumenfeld bei Sonnenaufgang unter einem rosa und orangefarbenen Himmel
Ein blühendes Sonnenblumenfeld am frühen Morgen.

Diese Frage stellt sich fast jeder. Die Antwort passt in wenige Worte: ja, aber nur, solange sie jung ist.

Die junge Pflanze läuft der Sonne nach

Vor der Blüte dreht sich die Pflanze mit der Sonne, und zwar durch ihr Wachstum. Tagsüber streckt sich die Ostseite ihres Stängels schneller als die Westseite: Der Kopf dreht sich langsam nach Westen, im Takt der Sonne. Nachts ist es umgekehrt. Nun wächst die Westseite, und der Kopf kehrt nach Osten zurück, bereit für den Sonnenaufgang.

Diese Bewegung ist keine bloße Reaktion auf das Licht. Sie wird von der inneren Uhr der Pflanze gesteuert. Das zeigten Atamian, Harmer, Blackman und ihre Kollegen von der University of California in Davis und in Berkeley in einer Studie, die am 5. August 2016 in der Fachzeitschrift Science erschien.

Die blühende Blume wartet auf den Morgen

Sobald sie blüht, hält die Sonnenblume inne. Sie bleibt nach Osten gewandt, zur aufgehenden Sonne. Die deutsche Wikipedia zur Sonnenblume fasst es so zusammen: „Blühende Sonnenblumen sind nicht mehr heliotrop, und die meisten Köpfe zeigen in Richtung des Sonnenaufgangs.“ Die Forscher fanden darin einen Vorteil: Nach Osten gerichtete Blüten wärmen sich morgens schneller auf und bekommen etwa fünfmal so viel Besuch von bestäubenden Insekten.

Das Bild der Sonnenblume, die ihr Leben lang der Sonne folgt, stimmt also nicht. Die wahre Geschichte ist schöner: Die erwachsene Blume muss der Sonne nicht mehr nachlaufen. Sie wartet jeden Morgen auf sie, pünktlich und treu.

Eine Blume aus vielen Blüten

Nahaufnahme der Mitte einer reifen Sonnenblume, Kerne in Spiralen, umgeben von gelben Zungenblüten
Die Kerne bilden Spiralen nach der Fibonacci-Folge.

Zweite Überraschung: Die große gelbe Blume, die Sie vor Augen haben, ist gar keine einzelne Blume.

Die Sonnenblume, botanisch Helianthus annuus, ist eine große einjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Was wir ihre Blüte nennen, ist in Wahrheit ein Blütenkorb: eine Scheibe, die bis zu 30 Zentimeter breit werden kann und zwei Arten von Blüten trägt:

  • am Rand eine einzige Reihe Zungenblüten, meist gelb und unfruchtbar: Die halten wir für Blütenblätter;
  • in der Mitte röhrenförmige Blüten, aus denen später die Kerne werden.

Nach der Befruchtung wird der Korb schwer von seinen Kernen und neigt sich schließlich zum Boden.

Spiralen, die zählen können

Schauen Sie sich die Mitte einer reifen Sonnenblume genau an. Die Kerne bilden Spiralen, die in beide Richtungen laufen. Zählen Sie nach: Sie kommen auf zwei aufeinanderfolgende Zahlen der Fibonacci-Folge, in der jede Zahl die Summe der beiden vorherigen ist (1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21 …). Zum Beispiel 34 und 55 oder 55 und 89. Eine Blume, die rechnen kann. Fast.

Die Sonne im Namen

Im Deutschen trägt die Blume die Sonne schon im Namen. Der botanische Name macht es genauso: Helianthus verbindet das griechische helios, Sonne, mit anthos, Blume.

Bei unseren französischen Nachbarn hat der Name der Blume, tournesol, eine überraschende Vorgeschichte. Französische Wörterbücher führen tournesol auf das italienische tornasole zurück, „was sich mit der Sonne dreht“. Doch im Jahr 1360 bezeichnet tournesol in den Rechnungsbüchern der französischen Könige einen blauen Farbstoff. Erst 1671 geht der Name auf unsere Pflanze über. Eine Sonnenblume, deren Name zuerst blau war.

Von Nordamerika nach Europa

Die Sonnenblume stammt aus Nordamerika. Domestiziert wurde sie von indigenen Völkern Nordamerikas und in Mexiko; man nutzte sie als Nahrung, als Heilmittel und zum Färben.

Spanier brachten sie im 16. Jahrhundert nach Europa. In Frankreich baute man sie Anfang des 18. Jahrhunderts im Languedoc an, in der Gegend von Nîmes. Wegen der Kerne? Nein: wieder wegen des Farbstoffs.

Merken Sie sich dieses 16. Jahrhundert. Es wird gleich wichtig, denn die berühmteste Legende der Sonnenblume ist viel älter als ihre Ankunft in Europa.

Klytia, die der Sonne nachsah

Marmorstatue einer sitzenden Nymphe, das Gesicht zur Sonne erhoben, neben einer großen Sonnenblume
Klytia, verwandelt in eine Blume, weil sie nicht aufhörte, die Sonne anzusehen.

Ovids Erzählung

In den Metamorphosen (Buch IV) erzählt der römische Dichter Ovid von Klytia, einer der Okeaniden. Sie liebt Helios, den Sonnengott. Doch Helios liebt eine andere, Leukothoe. Aus Eifersucht verrät Klytia die Liebschaft, und Leukothoes Vater lässt seine Tochter lebendig begraben.

Helios sieht Klytia nie wieder an. Da setzt sie sich auf die Erde. Neun Tage lang, ohne zu essen und zu trinken, folgt sie mit den Augen dem Lauf der Sonne über den Himmel. Nach und nach verwandelt sie sich in eine Blume.

Eine Blume, die keine Sonnenblume war

Aber in welche Blume? Bei Ovid ist es ein Heliotrop, eine Blume, die einem Veilchen ähnelt. Die Sonnenblume kann es nicht sein: Sie stammt aus Amerika, und die Antike kannte sie nicht.

Die Verbindung zwischen Klytia und der Sonnenblume entsteht im 16. Jahrhundert, vor allem durch italienische Maler, wie die französische Wikipedia zur Nymphe festhält. In Versailles, unter dem Sonnenkönig, wird Klytia als Sonnenblume dargestellt: am Apollo-Bassin und auf einem Türaufsatz im Grand Trianon. Im 19. Jahrhundert lässt der englische Bildhauer G. F. Watts sie sogar aus einer Sonnenblume hervorwachsen.

Aus dieser Erzählung heraus kann die Sonnenblume für eine treue Liebe stehen, auch eine unerwiderte, die sich immer dem geliebten Menschen zuwendet.

In der Blumensprache: „falscher Reichtum“

Bei so einer Legende erwartet man in alten Blumenbüchern „Anbetung“ oder „Treue“. Weit gefehlt. Wie dieser Code überhaupt entstanden ist, erklärt unser kleiner Leitfaden zur Blumensprache.

Die Sonnenblume bei Charlotte de La Tour

In Le Langage des fleurs von Charlotte de La Tour, erschienen um 1819, steht die Sonnenblume unter dem Eintrag „Soleil ou Tournesol“ für falschen Reichtum (im Original „fausses richesses“). Die Autorin erzählt, die Blume komme aus Peru. Dort hätten die „Jungfrauen der Sonne“ Kränze in Form von Sonnenblumen getragen, und die Spanier hätten ganze Felder aus Mais und Sonnenblumen vorgefunden, in Metall nachgebildet. Daraus zieht sie ihre Moral: Solcher Reichtum glänzt, aber er macht niemanden satt.

Das ist ihre Erzählung, keine Botanik: Botaniker verorten den Ursprung der Sonnenblume in Nordamerika, nicht in Peru. Dasselbe Buch zitiert auch Pater Jean de Bussières, der die Blume mit dem Reich Konstantins vergleicht: Die ganze Pracht dieser Blume ende in nutzlosem Holz. Ein strenges Urteil.

Das Heliotrop, Klytias Blume: „ich liebe dich“

Und Klytias Blume? Charlotte de La Tour widmet ihr einen eigenen Eintrag. Das Heliotrop, eine Pflanze aus Peru, erhielt seinen Namen vom Botaniker Jussieu, weil sich seine Blüten sanft der Sonne zuwandten. Seine Botschaft: „Rausch, ich liebe dich“ (im Original „Enivrement, je vous aime“).

Darin liegt das Paradox. Die romantische Bedeutung, die man der Sonnenblume heute zuschreibt, gehört in diesem Buch einer anderen Blume: dem Heliotrop, das den Namen von Klytias Blume trägt.

Van Goghs Sonnenblumen, von Arles bis München

Strauß großer Sonnenblumen in einer Terrakottavase auf einem Holztisch in einem provenzalischen Zimmer
In Arles warteten Sonnenblumen in Gauguins Zimmer auf ihn.

Und dann ist da Vincent van Gogh. Er malt sie in zwei Serien. 1887 in Paris zeigt er abgeschnittene Sonnenblumen, die auf einem Tisch liegen. In Arles entstehen im August 1888 vier Bilder, im Januar 1889 dann zwei neue Fassungen: Diesmal stehen die Blumen als Strauß in einer Vase. Ein siebtes Bild existiert, doch seine Zuschreibung ist umstritten.

Im August 1888 schreibt er, er male mit dem Schwung eines Marseillers, der Bouillabaisse isst. Sein Plan: das Atelier zu schmücken, das er mit Paul Gauguin teilen will. „Nichts als große Sonnenblumen“, kündigt er seinem Bruder Theo an, „eine Symphonie in Blau und Gelb“. Gauguin kommt am 23. Oktober 1888 im Gelben Haus an. Zwei Sonnenblumenbilder erwarten ihn, aufgehängt in seinem Zimmer.

Die Münchner Sonnenblumen

Eines der Bilder vom August 1888 ist nach Deutschland gekommen. Es wurde 1912 als anonyme Schenkung im Rahmen der Tschudi-Spende erworben und gehört zur Neuen Pinakothek. Laut den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen malte van Gogh es für sein Atelier in Arles, in dem er mit Gauguin arbeiten wollte, und es gilt als Gegenstück zur Fassung der Londoner National Gallery. Ein Bild also, das gemalt wurde, um einen Freund zu empfangen.

Ein Symbol unserer Zeit

Die Sonnenblume der Grünen

In Deutschland kennt man die Sonnenblume auch aus der Politik. Laut der deutschen Wikipedia ist sie „das Erkennungssymbol der politischen Partei Bündnis 90/Die Grünen sowie anderer internationaler und ökologisch orientierter Parteien“.

Ein Zeichen für die Ukraine

Die Sonnenblume ist das Pflanzenemblem der Ukraine. Am 24. und 25. Februar 2022 verbreitete sich ein Video, über das unter anderem The Guardian berichtete: Eine Ukrainerin reicht darin einem russischen Soldaten Sonnenblumenkerne, damit dort Blumen wachsen, wo er fällt. Seitdem ist die Sonnenblume auch ein Zeichen der Unterstützung für das Land.

Die spirituelle Bedeutung der Sonnenblume

Viele suchen nach der „spirituellen Bedeutung“ der Sonnenblume. Die Quellen, die wir gelesen haben, sagen dazu wenig. Bei den Onondaga gehörte die Sonnenblume zum Schöpfungsmythos, und die Azteken verbanden sie mit Huitzilopochtli, ihrem Kriegsgott.

Belegt ist sonst nur dies: die Sonne in ihrem Namen, die Treue Klytias und die Moral von Charlotte de La Tour. Wenn die Sonnenblume für Sie von Licht oder Hoffnung spricht, ist das eine persönliche Lesart, und sie gehört Ihnen.

Sonnenblume und Biene, ein eingespieltes Paar

Honigbiene voller Pollen auf der Mitte einer Sonnenblume
Ohne Bienen bildet die Sonnenblume kaum Kerne.

Die Sonnenblume hat eine wichtige Verbündete: die Biene. Bestäubt wird sie vor allem von Honigbienen, deren Stöcke oft mitten in den Feldern stehen. Das französische Agrarforschungsinstitut INRA in Avignon hat es gezeigt: Steckt man die Blüten in einen Beutel, damit keine Biene an sie herankommt, liegt der Ertrag an Kernen fast bei null.

Der Tausch ist fair. Die Sonnenblume ist eine ausgezeichnete Bienenweide, und sie blüht spät, wenn andere Nahrungsquellen knapp werden. Ihr Pollen ist gut für die Bienen. Und denken Sie an die Studie von 2016: Die nach Osten gewandte Blüte bekommt fünfmal so viel Besuch. Auch die Biene hat eine lange Symbolgeschichte, nachzulesen in unserem Artikel über die Biene als Symbol.

Eine Sonnenblume verschenken oder tragen

Die passende Botschaft

Mit all diesen Geschichten lässt sich die Sonnenblume vielen Menschen schenken, aus ganz verschiedenen Gründen:

  • für eine treue Freundschaft, wie die Sonnenblumen, die in Arles auf Gauguin warteten;
  • für eine beständige Liebe, in Erinnerung an Klytia, die der Sonne zugewandt blieb;
  • für Frühaufsteher, die den Morgen lieben, wie die Blume, die auf den Sonnenaufgang wartet;
  • für Menschen, die van Gogh und die Malerei lieben;
  • als Zeichen der Unterstützung, in Gedanken an die Ukraine.

Nur Charlotte de La Tour sollten Sie auf der Karte besser nicht zitieren: „falscher Reichtum“ wäre ein seltsames Kompliment. Ein paar Worte genügen:

  • „Ein Stück Morgensonne, für jeden Tag.“
  • „Immer der Sonne zugewandt.“
  • „Eine Symphonie in Blau und Gelb.“

Wer eine zweite Blume mit seiner Botschaft verbinden möchte, erfährt hier, was die Margerite bedeutet.

Die Sonnenblume als Brosche

Eine Sonnenblume als Brosche welkt nicht und lässt nie den Kopf hängen. Bei Ma Broche vereint die Sonnenblumenbrosche Blume und Biene: eine große gelborange Blüte, grüne Blätter und eine kleine Biene mit Strasssteinen, auf einer Fassung aus goldfarbenem Stahl. Ein Modeschmuckstück mit Magnetverschluss.

Stecken Sie sie an das Revers eines marineblauen Blazers, eines braunen Mantels oder einer dunklen Jeansjacke: Gelb und Orange leuchten darauf wie ein Feld im Hochsommer. Dazu passen unsere Blumenbroschen, oder Sie stellen ihr mit einer Bienenbrosche eine zweite Biene zur Seite.

Die Bedeutung der Sonnenblume im Überblick

Ihrem Namen nach ist die Sonnenblume die Blume der Sonne, durch Klytia die Blume der treuen Liebe, und in der Blumensprache des 19. Jahrhunderts steht sie für „falschen Reichtum“. Die Tabelle trennt Belegtes, Erzähltes und neue Symbole:

Bereich oder QuelleWofür die Sonnenblume steht
BotanikEin Blütenkorb: gelbe Zungenblüten am Rand, Röhrenblüten in der Mitte, Kerne in Fibonacci-Spiralen
Bewegung (Studie in Science, 2016)Die junge Pflanze folgt der Sonne; die blühende Blume bleibt nach Osten gewandt
NameDie Sonne steckt im deutschen Namen und in Helianthus; das französische tournesol bezeichnete zuerst einen blauen Farbstoff
HerkunftNordamerika; Ankunft in Europa im 16. Jahrhundert
Klytia (Ovid, dann Maler des 16. Jahrhunderts)Treue, auch unerwiderte Liebe, der Sonne zugewandt
Charlotte de La Tour (um 1819)„Falscher Reichtum“; das Heliotrop dagegen sagt „ich liebe dich“
Van GoghDie Sonnenblumen von Arles, gemalt für Gauguin; eine Fassung seit 1912 in München
Politik und ZeitgeschehenErkennungssymbol der Grünen; Pflanzenemblem der Ukraine, seit 2022 Zeichen der Unterstützung
Spirituelle BedeutungWenig belegt: Schöpfungsmythos der Onondaga, Verbindung mit Huitzilopochtli bei den Azteken

Häufige Fragen

Wie hoch kann eine Sonnenblume werden?▾

Laut der deutschen Wikipedia wird die Sonnenblume meist ein bis zwei, seltener drei Meter hoch. Manche Riesen übertreffen das bei Weitem: Nach Angaben von Guinness World Records war die höchste je gemessene Sonnenblume 10,90 Meter hoch. Sie wuchs in Fort Wayne im US-Bundesstaat Indiana bei Alex Babich, einem in der Ukraine geborenen Gärtner, und wurde am 3. September 2025 vermessen.

Wie viele Sonnenblumenarten gibt es?▾

Die Gattung Helianthus umfasst rund fünfzig Arten, die alle aus Nordamerika stammen. Auch der Topinambur gehört dazu.

Warum baut man Sonnenblumen für Öl an?▾

Der Anbau für Öl entwickelte sich im 19. Jahrhundert in Russland, wo die Kerne so gezüchtet wurden, dass sie bis zu 40 % Öl enthielten. Laut der französischen Wikipedia stand Sonnenblumenöl nicht auf der Liste der Lebensmittel, die die orthodoxe Kirche in der Fastenzeit verbot, was seinen Anbau gefördert haben soll. Heute ist es neben Raps- und Olivenöl eines der drei großen Speiseöle Europas.

Wer war das Vorbild für Professor Bienlein?▾

Professor Balduin Bienlein aus Tim und Struppi heißt im französischen Original Tryphon Tournesol; sein Nachname bedeutet wörtlich „Sonnenblume“. Laut der deutschen Wikipedia erschien Professor Bienlein 1944 im Album Der Schatz Rackhams des Roten, und Hergé verriet in einem Interview, dass ihn der Physiker Auguste Piccard zu der Figur inspiriert hat. Warum Hergé ihn Tournesol nannte, sagen unsere Quellen nicht.

Gibt es einen Tag der Sonnenblume?▾

Ja, im französischen Revolutionskalender: Der 19. Vendémiaire, der meist auf den 10. Oktober fällt, ist der Tag der Sonnenblume.

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