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Winkekatze: Bedeutung der Glückskatze und der schwarzen Katze

Von Ma-Broche.fr· 30. September 2026
Winkekatze: Bedeutung der Glückskatze und der schwarzen Katze

Warum bringt die Katze Glück? Erhobene Pfote und Farben der Winkekatze, die schwarze Katze von links nach rechts, Bastet, der gestiefelte Kater und Geschenkideen.

Die berühmteste Glückskatze der Welt ist die Winkekatze, auf Japanisch Maneki-neko: eine kleine sitzende Katze, die eine Pfote hebt, um Glück, Kundschaft und Wohlstand herbeizuwinken. Doch Katzen gelten weit über Japan hinaus als Glücksbringer. Im alten Ägypten wurden sie mit der Göttin Bastet verbunden, in der nordischen Mythologie zogen sie den Wagen der Göttin Freyja, und in Großbritannien ist eine schwarze Katze, die Ihren Weg kreuzt, traditionell ein gutes Zeichen. Hierzulande dagegen hatte die schwarze Katze lange einen zweifelhaften Ruf. Was eine Glückskatze bedeutet, hängt also vom Land, von der Farbe und von der Geste ab. Hier erfahren Sie, wie man diese Symbole liest, woher sie kommen und wie Sie eine Glückskatze verschenken, die wirklich etwas bedeutet.

Was ist eine Winkekatze? Die Maneki-neko kurz erklärt

Ihr Name bedeutet wörtlich „winkende Katze“: maneki kommt vom Verb maneku, herbeirufen oder einladen, und neko heißt Katze. Man sieht sie an der Kasse von Geschäften und Restaurants, meist aus Keramik, oft mit einer Pfote, die batteriebetrieben auf und ab wippt. Weil die goldfarbene Winkekatze aus vielen Asia-Läden und chinesischen Restaurants bekannt ist, halten sie viele für chinesisch. Geboren wurde die Figur jedoch in Japan, in der Edo-Zeit.

Die Legende vom Tempel Gōtoku-ji

Die bekannteste Geschichte spielt im Tempel Gōtoku-ji im Tokioter Stadtbezirk Setagaya. Im 17. Jahrhundert kehrte Ii Naotaka, Fürst des Lehens Hikone, von einer Falkenjagd zurück, als ihm eine Katze am Tempeltor zu winken schien. Kaum hatte er Schutz gesucht, brach ein heftiges Gewitter los. Aus Dankbarkeit wurde der Fürst zum Förderer des Tempels, der 1633 mit seiner Unterstützung neu errichtet wurde, wie die offizielle Website des Tempels Gōtoku-ji erzählt.

Heute hinterlassen Besucher dort Tausende weiße Figuren, um sich für einen erfüllten Wunsch zu bedanken. Eine Besonderheit: Die Katze von Gōtoku-ji hebt die rechte Pfote und hält keine Münze. Nach der Lehre des Tempels bringt sie Begegnungen, und es liegt an jedem selbst, daraus Glück zu machen.

Auch andere Orte beanspruchen die Geburt der Winkekatze für sich, etwa der Imado-Schrein im Tokioter Viertel Asakusa. Zu den frühesten schriftlichen Zeugnissen gehört die Edo-Chronik Bukō nenpyō (1852); im selben Jahr zeigt ein Farbholzschnitt von Utagawa Hiroshige, Jōruri-machi hanka no zu, Keramikkatzen, die am Tempel Sensō-ji verkauft werden.

Linke oder rechte Pfote?

Nach der verbreitetsten Deutung lockt die erhobene rechte Pfote Geld und Glück an, während die linke Pfote Kundschaft und Besuch anzieht. Andere Deutungen weichen davon ab: Der NDR etwa verbindet die rechte Pfote mit Wohlstand und die linke mit Glück. Und es gibt auch Katzen, die gleich beide Pfoten heben, sicher ist sicher.

Was die Farben der Winkekatze bedeuten

Ursprünglich waren Winkekatzen weiß oder schwarz. Heute gibt es sie in allen Farben, und jede steht für einen eigenen Wunsch:

FarbeWas man ihr nachsagt
Dreifarbig (weiß, schwarz und rot)Die beliebteste, gilt als die glückbringendste
WeißReinheit, Glück und Wohlstand ganz allgemein
SchwarzSchutz vor Unheil und ein sicheres Zuhause
RotGesundheit; man traute ihr zu, Krankheiten fernzuhalten
GoldfarbenReichtum und finanzieller Erfolg
GrünErfolg in Schule, Studium und Prüfungen
RosaLiebe und Beziehungen, eine jüngere Deutung
Sieben Winkekatzen aus Keramik mit erhobener rechter Pfote in einer Reihe auf einem Regal: dreifarbig, weiß, schwarz, rot, goldfarben, grün und rosa
Dreifarbig, weiß, schwarz, rot, goldfarben, grün oder rosa: Jede Farbe der Winkekatze steht für einen anderen Wunsch.

Diese Zuordnungen, teils vom Feng-Shui inspiriert, unterscheiden sich von Händler zu Händler. Sehen Sie sie also als Orientierung, nicht als Regel. In Japan hat die Winkekatze sogar ihren eigenen Tag: 1995 wählte der Japan Maneki Neko Club den 29. September, weil sich das Datum als kuru fuku lesen lässt, „das Glück kommt“. Und 2007 ernannte der kleine Bahnhof Kishi in der Präfektur Wakayama eine dreifarbige Katze namens Tama zur Bahnhofsvorsteherin. Als „lebende Winkekatze“ brachte sie einer von der Schließung bedrohten Bahnlinie die Fahrgäste zurück.

Schwarze Katze: Glück oder Pech?

Die kurze Antwort: Es kommt darauf an, wo Sie aufgewachsen sind. Die schwarze Katze, bei der manche hierzulande noch kurz zögern, gilt in Großbritannien eher als Glücksbringer.

Von links nach rechts: der deutsche Aberglaube

Seit dem Mittelalter wird die schwarze Katze in Europa mit der Nacht, der Hexerei und dem Teufel in Verbindung gebracht. Daraus entstand der Aberglaube, eine schwarze Katze auf dem Weg kündige Unglück an. In Deutschland kommt es dabei sogar auf die Richtung an: Kreuzt sie von links nach rechts, soll man sich in Acht nehmen, kommt sie von rechts, soll sie Glück bringen, so fasst es der NDR zusammen. Manche erzählen es genau umgekehrt.

In Großbritannien und Japan ein Glückszeichen

In Großbritannien gilt eine schwarze Katze auf dem Weg eher als gutes Omen. A Dictionary of Superstitions von Iona Opie und Moira Tatem (Oxford University Press, 1989) verzeichnet zahlreiche britische Glaubensvorstellungen in diesem Sinne, die sich von Region zu Region manchmal widersprechen. Die britische Tierschutzorganisation Cats Protection hat am 27. Oktober 2011 sogar einen National Black Cat Day ins Leben gerufen, weil schwarze Katzen in ihren Tierheimen im Schnitt rund eine Woche länger auf ein neues Zuhause warteten. In Japan soll die schwarze Winkekatze, wie wir gesehen haben, das Haus schützen und Unglück fernhalten.

Italien und Belgien: Feste für die Katze

In Italien hält sich das Vorurteil hartnäckig: Die Nachrichtenagentur ANSA spricht von einem „preconcetto duro a morire“. Der Verein AIDAA (Associazione Italiana Difesa Animali ed Ambiente) wirbt dort jedes Jahr am 17. November für einen Tag der schwarzen Katze, gegen Aberglauben und für den Schutz schwarzer Katzen. Das Datum ist kein Zufall: In Italien gilt die 17 als Unglückszahl, nicht die 13.

Im belgischen Ypern erinnert der Kattenstoet an ein dunkleres Kapitel. Jahrhundertelang wurden lebende Katzen vom Belfried der Tuchhallen geworfen; laut einem Bericht des flämischen öffentlich-rechtlichen Senders VRT geschah das zum letzten Mal 1817, wie der erste Archivar der Stadt festhielt. Seit 1938 wirft der Stadtnarr Plüschkatzen, und ein großer Katzenumzug, erstmals 1955, zieht alle drei Jahre am zweiten Sonntag im Mai durch die Straßen: die offizielle Website des Katzenumzugs kündigt die nächste Ausgabe an.

Die Katze als heiliges Tier und Glücksbringer in der Geschichte

Lange vor den japanischen Figuren hatte die Katze schon treue Verehrer.

Bastet und die Katzen im alten Ägypten

Im alten Ägypten schützte die Katze die Kornspeicher vor Nagetieren und wurde mit Bastet verbunden, der Schutzgöttin des Hauses, der Frauen und der Geburt, die oft mit Katzenkopf dargestellt wird. Ihr großes Heiligtum lag in Bubastis im Nildelta. Der griechische Geschichtsschreiber Herodot berichtet im zweiten Buch seiner Historien (5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung), dass sich die Bewohner eines Hauses die Augenbrauen abrasierten, wenn ihre Katze starb, und dass das Tier einbalsamiert wurde. Im British Museum in London zeigt die berühmte Gayer-Anderson-Katze, eine Bronze aus der Zeit um 600 vor unserer Zeitrechnung, die Göttin in Gestalt einer sitzenden Katze.

Freyja, der gestiefelte Kater und andere Glückskatzen

In der nordischen Mythologie fährt die Liebesgöttin Freyja in einem Wagen, der von zwei Katzen gezogen wird, so steht es in der Prosa-Edda des Snorri Sturluson (um 1220). Die wohl bekannteste Glückskatze im Märchen ist der gestiefelte Kater: Bei Charles Perrault (1697) verhilft ein listiger Kater dem jüngsten Sohn eines Müllers, der nichts anderes als ihn geerbt hat, zu Reichtum. Die Brüder Grimm nahmen das Märchen 1812 in die erste Ausgabe ihrer Kinder- und Hausmärchen auf und strichen es in späteren Auflagen wieder, weil es zu nah an der französischen Vorlage war.

Die Katze ist nicht das einzige Tier, dem man solche Kräfte nachsagt. Auch Marienkäfer, Elefant und Schildkröte haben ihre eigenen Glaubensvorstellungen, und genau das gibt Tieren mit Symbolkraft als Brosche ihren Sinn: Jedes trägt seine eigene Geschichte.

Wofür steht die Katze heute?

Über das Glück hinaus vereint die Katze mehrere Bedeutungen, die man von Kultur zu Kultur wiederfindet:

  • Unabhängigkeit: Sie sucht sich ihre Freunde selbst aus, und genau das bewundern wir oft an ihr.
  • Schutz des Hauses: ein Erbe ihrer Rolle als Mäusefängerin in Kornspeichern, Läden und auf Schiffen.
  • Geheimnis und Intuition: Als Tier der Dämmerung sieht sie auch im Halbdunkel.
  • Geschicklichkeit: Wer sich aus einer schwierigen Lage befreit, fällt, wie die Katze, wieder auf die Füße.

Jede dieser Bedeutungen kann bei der Wahl helfen: eine friedlich ruhende Katze für die Freundin, die ihr Zuhause liebt, eine schwarze Katze für die, die über Aberglauben nur lacht. So finden Sie auch unter unseren Broschen in Katzenform leichter die richtige: Gehen Sie von dem Charakterzug aus, den Sie verschenken möchten.

Eine Glückskatze verschenken

Zum Jahreswechsel sind Glücksbringer in Deutschland traditionell willkommen: Glücksklee ist laut NDR ein beliebtes Geschenk, und auch Hufeisen, Fliegenpilze oder Glücksschweine sollen Glück bringen, gern auch aus Marzipan. Eine Glückskatze passt wunderbar in diese Reihe, ebenso zu einem neuen Job, einer neuen Wohnung oder einer Geschäftseröffnung. Damit sie wirklich berührt, gehen Sie von der Person aus, nicht vom Gegenstand:

  • für eine Freundin, die einen Laden eröffnet oder sich selbstständig macht, eine Winkekatze mit erhobener linker Pfote, die Kundschaft anlockt;
  • als Begleitung zu Genesungswünschen: Die japanische Tradition verbindet Rot mit dem Schutz vor Krankheit;
  • für eine Katzenliebhaberin ein Glücksbringer, den sie bei sich tragen kann, statt noch einer Figur fürs Regal;
  • und in jedem Fall ein paar Zeilen, die das Symbol erklären.

Wenn Sie noch unschlüssig sind, hilft Ihnen unser Ratgeber, eine Brosche als Geschenk auszuwählen, ausgehend von dem, was sie ohnehin gern trägt.

Die Glückskatze immer bei sich tragen

Eine Winkekatze bleibt im Regal; eine Katze, die man trägt, begleitet einen überallhin. Genau das ist die Idee hinter den Modeschmuck-Broschen von Ma Broche: ein dezenter Glücksbringer am Mantelrevers, auf einem Pullover oder an einer Tasche.

Glatte, goldfarbene Brosche in Form einer sitzenden Katze am Revers eines camelfarbenen Mantels, dazu ein cremefarbener Strickschal
Eine Glückskatze für unterwegs, am Revers eines Wintermantels.

Bei den Farbtönen erinnert Goldfarben an die Winkekatze des Wohlstands, Silberfarben passt zu den Grau- und Blautönen des Winters, und Roségoldfarben wärmt einen camelfarbenen Mantel oder cremefarbenen Strick. Die meisten unserer Katzen halten mit einem Magneten, so bleiben Kaschmir und feine Wolle unversehrt. Für einen weicheren Look wirkt eine kleine Katze auf einem geknoteten Tuch wunderbar: Unsere Tipps zeigen Ihnen, wie Sie einen Schal mit einer Brosche befestigen, ohne am Stoff zu ziehen.

Kurz zusammengefasst

Die Glückskatze schlechthin ist die japanische Winkekatze: rechte Pfote für Wohlstand, linke Pfote für Kundschaft und eine Farbe für jeden Wunsch. Die schwarze Katze gilt in Großbritannien als gutes Omen und soll als schwarze Maneki-neko Unglück fernhalten; ihr schlechter Ruf in Deutschland oder Italien stammt vor allem aus dem Aberglauben des Mittelalters. Von Bastet bis zum gestiefelten Kater bleibt die Katze eines der reichsten Symbole, zum Verschenken wie für sich selbst.

Häufige Fragen

Wo stellt man eine Winkekatze zu Hause auf?▾

Traditionell steht sie in der Nähe des Eingangs, mit Blick zur Tür, denn ihre Aufgabe ist es, Glück und Besuch hereinzuwinken. In einem Geschäft gehört sie ins Schaufenster oder neben die Kasse. Wichtig ist vor allem, dass man sie vom Eingang aus gut sieht.

Warum trägt die Winkekatze ein rotes Halsband mit Glöckchen?▾

Das Detail soll aus der Edo-Zeit stammen: Wohlhabende Familien, für die eine Katze ein kostspieliger Luxus war, legten ihr ein rotes Stoffhalsband mit einem Glöckchen an, als Schmuck und um sie kommen zu hören. Die Figuren haben diese kleine Eitelkeit behalten.

Was bedeutet die Schrift auf der Münze der Winkekatze?▾

Auf dem Bauch steht oft das Schriftzeichen 福, fuku, „Glück“, oder 開運, kaiun, „das Glück öffnet sich“. Die Münze, ein Koban, trägt häufig die Aufschrift „zehn Millionen Ryō“, eine märchenhafte Summe in der Edo-Zeit, als Wunsch für grenzenlosen Wohlstand.

Gibt es einen Weltkatzentag?▾

Ja, den 8. August. Er wurde 2002 vom Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW) ins Leben gerufen und wird seit 2020 von der britischen Organisation International Cat Care koordiniert. Ein guter Anlass, über Tierwohl und Adoption zu sprechen.

Kann man zu Weihnachten eine echte Katze verschenken?▾

Besser ohne Überraschungseffekt. Eine Katze aufzunehmen ist eine Verpflichtung für viele Jahre und sollte die Entscheidung der Person bleiben, die mit ihr leben wird. Zu Weihnachten ist ein Katzensymbol, das man immer bei sich tragen kann, das schönere Geschenk.

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